Den Tod im Blick- Numbers 1 by Ward Rachel

Den Tod im Blick- Numbers 1 by Ward Rachel

Author:Ward, Rachel [Ward, Rachel]
Language: deu
Format: epub
Published: 2012-07-13T15:57:39+00:00


Er?

»Oh«, kam von ihr als Reaktion. »Ist nicht schlimm, Freddy. Ich war sowieso fertig!«

Ich wischte mir mit dem Ärmel das Kinn ab und schluckte widerwillig den Bissen runter. Ich hätte ihn noch eine Ewigkeit im Mund behalten mögen. »Tut mir leid«, sagte ich. »Ich hatte nur … so einen Hunger.«

»Ist schon in Ordnung«, sagte sie mit monotoner Stimme. Das kleine Mädchen fing an zu weinen und wimmerte neben mir leise vor sich hin. »Ist gut, Kinder. Wir sind ja gleich da. Gleich.« Sie musste gar nicht »Gott sei Dank« sagen – wir wussten es auch so.

Wir fuhren inzwischen durch die Vororte einer Stadt. Ich kann dir gar nicht sagen, wie gut es tat, wieder Häuser zu sehen, zu wissen, dass es nur fünf Minuten von hier Geschäfte und Cafés gab.

Sie hielt am Straßenrand. »Zur Schule geht es da lang, ich lass euch hier raus. Zu Fuß sind es nur noch fünf Minuten bis zum Zentrum. Da ist auch ein Bahnhof.«

»Gut, danke, vielen Dank. Das war sehr freundlich von Ihnen.« Ich kletterte aus dem Wagen, an Freddy vorbei, der sich so schmal in den Sitz presste, dass er fast zweidimensional war. Wir holten die Tüten aus dem Heck und standen auf dem Bürgersteig, als der Wagen im Verkehr verschwand.

»War das nicht echt der totale Glücksfall?«, sagte Spinne.

»Hm, ich fürchte, wir waren die letzten Anhalter, die sie je mitgenommen hat.«

»Wieso?«

»Ach, nur so. Ich glaub, dass wir einfach nicht der passende Umgang für sie waren.«

»Stimmt«, sagte er. »Und ich glaub, die haben gedacht, du bist ’n Junge. Müssen wohl mal zum Augenarzt.«

»Spinne, glaubst du, die wussten, wer wir sind?«

»Nee, dann hätt sie uns doch nie mitgenommen, oder?«

Angesichts des Verkehrs, der an uns vorbeirauschte, fühlte ich mich plötzlich noch sichtbarer als auf unserem Marsch durch die Wiesen. Zwei Tage lang waren wir von jeder Zivilisation abgeschnitten gewesen. Was hatten die Leute über uns gehört? Was hatten sie im Fernsehen gesehen oder in der Zeitung gelesen? In einem der Autos, die vorbeifuhren, sah ich jemanden plötzlich nach seinem Handy greifen. Rief er die Polizei an? Ich war nervös, total nervös.

»Wir sollten uns schnell einen Laden suchen und dann verschwinden, Spinne. Hier können wir jedenfalls nicht lange rumhängen.«

»Ja, ich weiß.«

Er schnappte sich die Tüten und stapfte los, mit langen Beinen die Straße entlang. Ich musste joggen, um mitzuhalten. Wir hatten die ersten paar Geschäfte erreicht und hielten Ausschau nach einem Tante-Emma-Laden, einem kleinen Lebensmittelgeschäft oder so, als wir plötzlich auf der Straße einen Werbeaufsteller entdeckten:



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